Geschichten ZUM TITELTHEMA
Das Titelthema der diesjährigen komma-Ausgabe heißt „Blickrichtung Zukunft“. Wir wollten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wissen, wie sie persönlich in Richtung Zukunft blicken.
BLICKRICHTUNG Zukunft
Eine afrikanische Weisheit besagt: „Wenn Du schnell gehen willst, gehe allein. Wenn Du weit gehen willst, gehe mit anderen.“ Dieses Zitat verdeutlicht schön, dass wir gesellschaftliche Herausforderungen nur gemeinsam und entschlossen meistern können. Klimawandel, Umwelt- und Tierschutz, soziale Gerechtigkeit, eine nachhaltige Verbindung von Ökologie und Ökonomie, diese Themen sind für mich sehr präsent und immer drängender. Ich engagiere mich seit vielen Jahren für die grüne Sache und finde, dass wir auch im kleinen, persönlichen Umfeld einiges erreichen können.
Bei vielen Kolleginnen und Kollegen habe ich den Eindruck, dass Nachhaltigkeit auf immer größere Resonanz stößt. Gerade bei uns im Einkauf können wir Einfluss nehmen, welche Produkte wir wo kaufen und in der Regel werden unsere Optimierungsvorschläge sehr gerne angenommen. Es gibt auch viele andere gute Ideen. Warum nicht im Außenbereich gemeinsam einen bienenfreundlichen kleinen Garten anlegen? Die Zeit der multidimensionalen Krisen, in der wir uns augenblicklich befinden, zwingt uns alle zu beherztem Umdenken. Das kann unbequem sein, wenn man versucht, seine Komfortzone zu verlassen. Ich möchte u.a. mehr Wege mit dem Fahrrad zurücklegen, da ist bei mir ehrlicherweise noch sehr viel Luft nach oben. Grundsätzlich freue ich mich darauf, neue und kreative Projekte voranzubringen. Dazu braucht es immer Kraft und Mut. Aber für mich steht fest: „Zukunft wird aus Mut gemacht.“

Nadja BRAUN

THOMAS
Sochocki
Jeder Tag ist anders – klingt nicht gerade nach einer Erkenntnis von Goethe. Aber Abwechslung ist einer der Gründe, warum ich meinen Job als Radiomoderator liebe. Seitdem ich vor zehn Monaten Vater geworden bin, ist noch mehr Abwechslung da. So ist es also, das Leben: bunt, herausfordernd und oft anders als geplant. Gut, dass ich in zwei Jahren Pandemie gelernt habe, von Plänen abzuweichen. Kinder sind Weltmeister darin Vorhaben zu durchkreuzen. Und da ist sie, die Parallele zu meinem Beruf: Was eben neu war, kann schon gleich wieder von einer aktuelleren Eilmeldung überrumpelt werden. Planen ist gut, Spontanität ist besser! Im Job bin ich gut darin, im Privaten noch ein Anfänger. Jetzt die Windeln wechseln, gleich Füttern, später eine Runde mit dem Kinderwagen drehen.
Mit Blick Richtung Zukunft lag es nahe, den neuen Teil meines Lebens in den Beruf zu packen. Nach meinem Sohn entdeckte der Podcast „Von Windeln verweht“ das Licht der Radiowelt. Endlich eine Plattform für mich, den Wahnsinn des Vaterseins zu verarbeiten. Und Radio ist perfekt dafür geeignet: es bringt echtes Leben, echte Emotionen und echte Geschichten zu den Menschen. Radio ist das Leben und mein Leben ist das Radio. Wieder keine Erkenntnis von Goethe, sondern ausnahmsweise mal eine von mir.
Wenn am Wochenende der Wecker früh am Morgen klingelt, ist das kein Problem für mich, denn dieses Klingeln heißt, es geht in die Berge! Wandern ist eine meiner großen Leidenschaften und die Momente auf dem Gipfel geben mir jedes Mal wieder ein Glücksgefühl. Dieses Jahr hatte ich einen besonders schönen Moment in den Dolomiten. Früh morgens sind wir in Richtung Drei Zinnen aufgebrochen und das frühe Aufstehen hat sich definitiv gelohnt: Wir wurden mit einem traumhaften Sonnenaufgang inmitten unglaublich schöner Natur belohnt. Solche Augenblicke machen süchtig und wenn ich in Richtung Zukunft blicke, sehe ich noch sehr viele davon. Und manche davon teile ich sogar auf dem Bergwärts Instagram-Kanal. Ein besonderer Gipfel wartet schon in naher Zukunft auf mich – der Tafelberg in Südafrika wird auf jeden Fall ein Highlight im nächsten Jahr.
Jede Wanderung lässt mich außerdem wachsen und ich lerne immer etwas mehr über mich selbst. So entwickle ich mich stetig weiter und schaffe es z.B. auch, meine Höhenangst zu überwinden. Und habe ich viel Stress oder Sorgen, weiß ich jetzt und in Zukunft, wandern hilft.
