ZIEHEN AN
einem Strang:
WERBEMARKT & OYA MEDIA

Bereits seit April 2021 blickt der Werbemarkt in Richtung Zukunft und ist damit Vorreiter für den Wandel der Mediengruppe. Und das hat einen guten Grund. „Die Transformation in der Vermarktung stellt die Weichen für eine langfristige Umsatzsicherung für die Mediengruppe“, so Thomas Merz, der das Vermarktungsprojekt leitet. Darin wird anhand eines Zielbildes erarbeitet und getestet, wie wir zukünftig unsere Kunden beraten werden. Werbemarkt und OYA media ziehen hier an einem Strang und haben den Perspektivwechsel bereits eingeleitet. Strukturen und Abläufe müssen dafür neu aufgebaut und geübt werden. „Dabei gehen wir behutsam vor, testen in kleinen Einheiten, justieren nach und rollen auf andere Teams aus“, erzählt Thomas. Am Ende gehe es um ein neues Betreuungs- und Beratungsmuster, das nach dem Prinzip funktioniert, die Bedürfnisse des Kunden vor unsere eigenen Motive zu stellen. „Wir hören den Kunden noch besser zu und entwickeln mit ihm gemeinsame Lösungen, die sich an seinen Bedürfnissen orientieren.“
Testen, lernen, korrigieren – und wieder von vorn
Nachdem das Zielbild definiert wurde, werden nun neue Bearbeitungsprofile getestet, mit dem Potentialkunden zielführend angegangen werden können. „In drei Unterprojekten für verschiedene Marktbereiche wird intensiv getestet. Im Lokalverkauf Kempten z. B. sind zwei Mediaberater in der Testphase für den zukunftsgerichteten Beratungsprozess und in der Digitalvermarktung verproben wir die Verzahnung von Vermarktung und Agentur. Außerdem adaptieren wir die Erkenntnisse aus Kempten für den Lokalverkauf Füssen/ Marktoberdorf.“ Entscheidend für einen solchen Transformationsprozess seien zwei Faktoren: Führungskräfte müssen die neue Struktur vorleben, transparent kommunizieren und täglich motivieren. Zweitens müssen die Freiräume dafür geschaffen werden, damit Mitarbeitende überhaupt erst aktiv werden können. „Dabei helfen uns das definierte Zielbild, ein engmaschiges Ritualsystem und natürlich Erfolge feiern“, erzählt Thomas. „Diese Faktoren zeigen allen Beteiligten, wo wir gerade im Veränderungsprozess stehen.“ In 2022 konzentriere sich das Vermarktungsprojekt auf das Testen, Lernen und Korrigieren, damit der Werbemarkt 2023 flächendeckend in Stellung gebracht werden kann.
Potentiale von Mitarbeitenden nutzen
Das Profil des Mediaberaters werde sich grundsätzlich ändern: „Denn jeder Berater wird zukünftig in dem Segment arbeiten, wo er sein Potential am besten entfalten kann. Wir benötigen weiterhin motivierte Mitarbeiter im Basisgeschäft, aber auch hochqualifizierte Berater in den anspruchsvollen Kundensegmenten“, fasst Thomas die neuen Rollenbilder zusammen.
TEXT Sebastian Kehr
FOTO Ralf Lienert
Thomas Merz (rechts) ist seit 1999 bei der Allgäuer Zeitung und heute Anzeigenleiter und stellvertretender Verlagsleiter. Umfangreiche Veränderungsprojekte wie das Vermarktungsprojekt verantwortet er mit Leidenschaft und Beharrlichkeit.