INTERESSANTE PERSÖNLICHKEITEN
in der Mediengruppe
Die Stimme
ÜBER DEM EIS


Daniel Halder ist bereits seit Ende 2014 bei der Mediengruppe Allgäuer Zeitung als Redakteur tätig – zunächst in der PR-Redaktion in der Geschäftsstelle Memmingen. Zwei Jahre später kam er nach Kempten, um das digitale Angebot der Redaktion zu erweitern. Dort übernahm er 2021 die Leitung des Digitalteams.
Wenn es wieder heißt „Toooor für die Gefro Indians!“ kann einer nicht weit sein: Daniel Halder. Denn der gebürtige Memminger verbringt seine Wochenenden unter anderem in der Eissporthalle in der Maustadt, dem „zu Hause“ der Eishockeymannschaft Gefro Indians des ECDC Memmingen. Halder ist seit rund 19 Jahren ehrenamtlich als Stadionsprecher für den ECDC Memmingen tätig. Aber auch in seinem Beruf stehen Sprache und Wort im Fokus.
Für die Mediengruppe Allgäuer Zeitung arbeitet Halder seit rund acht Jahren. Nach dem Abitur arbeitete er beim Vorgänger des heutigen Radiosenders „Hitradio RT1 Südschwaben“. Ein Journalismus-Studium in München und die Ausbildung zum Redakteur an der Deutschen Journalistenschule öffneten ihm weitere Türen in der bayrischen Medienlandschaft. Nach 13 Jahren in München zog er 2014 zurück ins Allgäu. Den Start in der Mediengruppe machte er in Memmingen. Rund zwei Jahre war er dort Teil der PR-Redaktion, bevor er 2016 nach Kempten wechselte. Seine Aufgabe: beim Aufbau eines digitalen Angebots in der Redaktion zu helfen. So startete 2016 „allgaeu.life“: eine Website mit Fokus auf Allgäuer Lifestyle, Porträts, Bergsport und Freizeit. Hieraus entstand 2020 unter Federführung von Sascha Borowski und Uli Hagemeier die heutige Website „allgaeuer-zeitung.de“. „Seit März 2021 leite ich nun das Digitalteam von allgaeuer-zeitung.de. Zuerst gemeinsam mit Jessica Berger, seit Oktober mit meiner Stellvertreterin Leonie Küthmann“, erklärt Halder.
Auch beim ECDC Memmingen läuft es gut für ihn. Schon in der Kindheit begeisterte er sich für den schnellen Sport auf dem Eis: „Ich bin das erste Mal von meinem Vater – da war ich fünf oder sechs – zum SC Memmingen geschleppt worden. Ich bin also eigentlich als kleiner Bub schon zum Memminger Eishockey gegangen und wurde bereits damals mit dem Eishockey-Virus infiziert.“ Halder wohnte als Kind praktischerweise fast neben der Eissporthalle. „Und über den Job beim Radio bin ich in die Stadionsprecherrolle dann reingerutscht“, erzählt er weiter. Sein Chef beim Radio war der damalige Stadionsprecher des Vereins. Halder vertrat ihn in dieser Zeit ab und an. Als sein Chef das Amt niederlegte, war klar: Halder wird der neue Stadionsprecher. Als wäre das nicht Arbeit genug, kommentiert er nebenbei gleichzeitig die Übertragung des Spiels im Livestream. Wie zwei Jobs zur gleichen Zeit machbar sind? Halder lacht: „Ich bin relativ gut im Multitasking – ohne das ginge es in einer Online-Redaktion auch nicht. Ich habe in meiner Sprecherkabine zwei Mikrofone, mehrere Knöpfe. Das ist einfach Routine.“
Leider ging auch die Corona-Pandemie nicht spurlos an Eishockey und Stadionsprecher vorbei. So erlebte Halder einen der für ihn härtesten Momente. „Ich bin als Stadionsprecher ein ‚Offizieller‘. Heißt, ich muss immer ansagen: Tore, Aufstellung etc – selbst wenn niemand im Stadion sitzt. Das waren traurige Spiele“, betont Halder, „vor allem bei einem Sport, der so von Emotionen lebt.“ Doch es sind die schönen Momente, auf die man gern zurückblickt. Beispielsweise bei einer Live-Übertragung als Co-Kommentator das Spiel der Memminger in Rosenheim mit über 5.000 Zuschauern in der Halle und am Stream zu begleiten. „Das war schon sehr beeindruckend“, schwärmt Halder.
Und weil das noch nicht genug Eishockey für Halder ist, startete er im Oktober den neuen Eishockey-Podcast „Stock-Check“ auf allgaeuer-zeitung.de. Gemeinsam mit Manuel Weis und Gesprächspartnern aus dem Sport bespricht er hier im zweiwöchigen Rhythmus alles rund um Eishockey und die Vereine aus der Region. So schließt sich der Kreis, der nicht nur eine, sondern zwei Leidenschaften von Daniel Halder verbindet: die Liebe zum Eishockey-Sport und die Website, die seinen Werdegang in der Mediengruppe prägte.
TEXT Anja Thielen
FOTO Siegfried Rebhan
ILLUSTRATION stock.adobe.com/Sentavio
Promoterin
MIT LEIB UND SEELE
Kummerkasten, Ventil zum Dampfablassen oder die Freundin, der man alles erzählt. Hanni Hell ist alles davon und noch viel mehr. Bei ihren Einsätzen als Promoterin trifft sie auf viele unterschiedliche Menschen und hört viele Geschichten. Ihre eigene Geschichte als Promoterin begann 2004. Und diese Geschichte ist schon etwas kurios. Eigentlich wollte Hell ganz spontan eine Freundin und AZ-Promoterin für eine kurze Kaffeepause bei einem Einsatz vertreten. Sie spricht Leute an, schreibt Abos. Unter den Personen, denen sie ein Abo anbietet, ist auch Karl-Heinz Erhard, zu dem Zeitpunkt Vertriebsleiter bei der Allgäuer Zeitung. „Er hat sich anders verhalten, da habe ich schon gleich gedacht, dass er bestimmt von der Zeitung ist“, erinnert sich Hell. Trotz ihres Verdachts bietet sie ihm wie allen anderen ein Abo an, und erhält gleich darauf selbst ein Angebot für eine Stelle als Promoterin. Zwei Monate später nimmt sie das Angebot an und startet als Promoterin für die Zeitung.
Alltag als Promoterin
Meistens trifft man Hanni Hell in Lebensmittelmärkten an. Ihre Einsatzorte verteilen sich über das gesamte Allgäu, bis ins Kleinwalsertal ist sie unterwegs. Vor einem Einsatz lädt Hell als erstes ihren Promotionstand, Giveaways und Flyer in ihr Auto, fährt ins Medienzentrum und nimmt die tagesaktuelle Zeitung mit. Weiter geht es zum Einsatzort, an dem sie den Stand aufbaut. Ist alles vorbereitet, heißt es, Kunden ansprechen und Abos anbieten. Sobald sie am Stand steht, befindet sie sich immer in ihrem Strudel, wie sie es so schön beschreibt, in dem jeden Moment der eine Kunde auftauchen kann, der ein Abo abschließt. Und dieser Moment ist wichtig, denn der Aboverkauf ist deutlich schwieriger geworden als früher.
Auf ihren Einsätzen hat sie es mit den verschiedensten Menschen zu tun. Von manchen bekommt sie Geschenke, sie erfährt viel Wertschätzung und hört von persönlichen Schicksalen. Genau dieser Kontakt zu den Menschen ist ein Teil ihrer Arbeit, den Hanni Hell sehr mag. Dadurch hat sie eine gute Menschenkenntnis entwickelt, kann Personen gut einschätzen. Die Vielzahl an Kontakten lässt es allerdings nicht zu, dass sie jedes Gesicht in Erinnerung behält. Da kommt es schon einmal vor, dass eine Abonnentin zu ihr an den Stand kommt und erzählt, dass sie vor 10 Jahren bei ihr ein Abo abgeschlossen hat, ob sie das denn nicht mehr wisse?! In solchen Momenten kann Hanni Hell nur schmunzeln. Aber als Promoterin erlebt sie nicht nur Positives. Da sie an vorderster Front die erste Ansprechpartnerin ist, wird sie gerne für alles verantwortlich gemacht. Sei es die Zustellung, die nicht funktioniert hat, Rechtschreibfehler in Artikeln oder, gerade während der Pandemie, das Misstrauen gegenüber der Presse. Trotz solcher Momente startet sie jeden Tag mit positiver Einstellung und motiviert in ihren Tag.
Highlight Teamarbeit
Der Einsatz auf Messen, wie der Festwoche, zählt für Hell jedes Mal wieder zu den Highlights. „Da sind die Kunden irgendwie anders“, findet sie. Außerdem arbeitet sie dort gemeinsam mit einem Team, was ihr viel Freude bereitet und eine Abwechslung zu den Einsätzen in Märkten ist. Auch auf der Roadshow hat sie die Einsätze mit einem Team aus Redaktion und Geschäftsführung sehr genossen. Wenn Hanni Hell abends nach ihren Einsätzen nach Hause kommt, wird erst einmal gekocht. Gutes, selbstgemachtes und gesundes Essen sind ihr wichtig. Wenn sie nicht selbst kocht, genießt sie gutes Essen am liebsten bei einem schönen Restaurantbesuch. Das kann im Allgäu sein, oder in Berlin bei ihrer Tochter.

Seit 18 Jahren arbeitet Hanni Hell als Promoterin bei der Allgäuer Zeitung. Sie ist immer nah an den Kundinnen und Kunden, bekommt Freude, Schicksale und Ärgernisse mit. Schon als Kind hat sie die Allgäuer Zeitung gelesen, immer die Teile, die ihr Vater ihr nach dem Lesen in die Hand gedrückt hat.
TEXT Julia Reuter
FOTOS Sebastian Kehr, Julia Reuter